Einmal in New York bei Großmeister Kwon Jae-Hwa zu trainieren, das ist sicherlich ein Traum von vielen Schülern des Taekwon-Do Center Dreiländereck.
Für einige Schüler fing der Traum im Oktober an Wirklichkeit zu werden. Der Schulleiter des Taekwon-Do Center Dreiländereck, Günter Witzig, der jedes Jahr mindestens zweimal nach New York zu Großmeister Kwon fliegt, um seine Taekwon-Do Kenntnisse zu vervollkommnen, stellte seinen Schülern in Aussicht, ihn im Frühjahr nach New York zu begleiten. Schnell waren Schüler mit höheren Gürtelgraden gefunden, die Schulleiter Günter Witzig zum Training in New York begleiten wollten.
Ein Trainingsaufenthalt in New York würde sicherlich nicht unter die Rubrik "Ferien" fallen, und deshalb bereiteten sich die reisewilligen Taekwon-Do Schüler konsequent auf ihren Aufenthalt in New York vor.
Vorbereitungen wie: Noch mehr Trainingseinheiten, zusätzlich Waldlauf/Jogging oder andere Ausdauersportarten zur Verbesserung der Kondition.
Am 24. April war es dann endlich soweit. Um 9.00 Uhr morgens trafen sich Schulleiter Günter Witzig und seine Schüler am Flughafen Basel, um die große Reise nach New York über Zürich anzutreten. Nach einem kurzen Flug nach Zürich und fast 9 Stunden langem Flug nach New York konnte schon das World Trade Center vom Flugzeug aus gesehen werden. Die erste Taxifahrt in den berühmten Yellow Cars ins Hotel stand nun bevor. Auf der 60 Minuten dauernden Fahrt vom Flughafen nach Manhatten erhielt man einen ersten Eindruck über die riesige Stadt. Mit mehr als 8 Millionen Einwohnern würde hier sicherlich um einiges mehr los sein, als bei uns auf dem "Lande".
Nach dem Einchecken ins Hotel und einem dringend nötigem Kleidungswechsel (es war in New York sommerlich warm), wurde die Taekwon-Do Schule von Großmeister Kwon aufgesucht. Zur Überwindung des Jetleg (es war bei der Ankunft erst 4.oo Uhr mittags) wurden zunächst 2 Trainingsstunden absolviert. Nach dem lebensnotwendigen Duschen machte man sich dann zum Abendessen auf. Zum Abendessen einigte man sich auf das koreanische Essen, da auch das traditionelle Taekwon-Do aus Korea stammt. Besteck und Gabel waren in einem richtigen koreanischen Restaurant verpöhnt, deshalb lernten auch die Nicht-Stäbchen-Esser schnell dieses Werkzeug zu nutzen. Somit war der erste Tag in New York vorbei und alle todmüde, da seit dem Aufstehen zu Hause fast 24 Stunden vergangen waren.
Der tägliche Rhythmus war dann bis Sonntag immer der gleiche: morgens aufstehen, frühstücken, eineinhalb Stunden trainieren, Mittag essen und danach zweieinhalb Stunden trainieren. Schulleiter Günter Witzig absolvierte täglich weitere drei Stunden. Abends wurde meist koreanisch gegessen, da dieses Essen sehr bekömmlich, leicht verdaulich und vor allem sehr vitaminreich war.
Zwischendurch wurde die Zeit für kurze Einkaufsbummel oder Besichtigungen verwendet. Viele Sehenswürdigkeiten konnten erst abends besucht werden, aber gerade New York bei Nacht hatte seinen besonderen Reiz. Abends auf das Empire State Building und das gewaltige Lichtermeer von New York genießen - ein unvergesslicher Anblick.
Am Sonntag stand dann der ganze Tag zur freien Verfügung, der auch kräftig genutzt wurde. Ein Bummel auf der Brooklyn Bridge, ein Sonnenbad am Pier Seventeen, einen Kaffee in der 5 th Avenue, wo alle Nobel-Geschäfte wie Gucci usw. vertreten waren. Auch der Besuch des Central Park mit Break-Dance Vorführungen waren bei dem sommerliche Wetter ein tolles Erlebnis.
Am Montag war dann schon ein letztes morgendliches Training angesagt. Nach dem Training und Gruppenbild mit Großmeister Kwon, machte man sich auf, um ein vorerst letztes Mal eine koreanische Gemüse-Nudel-Suppe mit Stäbchen zu essen. Nach einer stressigen Fahrt zum Flughafen begann dann ab 18.30 Uhr der lange Rückflug nach Basel über Genf. Um 11.30 Uhr am 01. Mai standen dann Schulleiter Günter Witzig und seine Schüler wieder am Basler Flughafen. Diese Woche war für alle Beteiligten ein tolles Abenteuer. Einig waren sich hinterher alle: hier würden sie nicht zum letzten Mal gewesen sein.