Wenn unsere Sportart ins Gespräch kommt tauchen oft viele Fragen auf. Wir möchten hier die Gelegenheit nutzen um Ihnen einige der vielen Fragen zu beantworten, für weitere Fragen sind wir natürlich immer offen und dankbar.
Was ist Taekwon-Do?
Taekwon-Do bedeutet soviel wie die "Kunst des Faust und Fußkampfes" und ist die koreanische Form der waffenlosen Selbstverteidigung. Taekwon-Do bietet ein absolut ausgewogenes Training aus Gymnastik, Koordinations- und Konzentrationsübungen. Traditionelles Taekwon-Do fördert die Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Es kann bis ins hohe Alter betrieben werden, wodurch Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer erhalten bleiben.
Unterschiede "Traditionelles Taekwon-Do" - "Wettkampf Taekwon-Do"?
Die Philosophie des "Traditionellen Taekwon-Do" ist nicht die Zerstörung des Gegners, sondern die Persönlichkeitsentfaltung des Einzelnen. Stöße, Tritte und Schläge werden auf Grund der hohen Verletzungsgefahr zum Schutz des Partners zielbewusst und kontrolliert abgestoppt. Es fördert die Gesundheit und Leistungsfähigkeit und kann bis ins hohe Alter betrieben werden, wodurch Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer erhalten bleiben.
Das Traditionelle Taekwon-Do gliedert sich in drei Disziplinen:
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Hyong |
(Der Schattenkampf) |
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Kyek-Pa |
(Der Bruchtest) |
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Chayu-Taeryon |
(Der Freikampf) |
Im modernen, reinen Wettkampf Taekwon-Do, ist das wichtigste Ziel die schnelle Ausschaltung des Gegners, was ein Reduzieren der Bewegungsvielfalt auf wenige, effektive Techniken zur Folge hat.
Brauche ich für die Ausübung dieser Sportart gewisse Fähigkeiten?
Nein. In unserer Schule betreiben wir Traditionelles Taekwon-Do. Im Traditionellen Taekwon-Do steht der Wettkampfsport nicht im Vordergrund. Aus diesem Grunde kann jeder Mensch, egal welchen Alters oder körperlicher Voraussetzungen mit Taekwon-Do anfangen. Im Vordergrund steht hauptsächlich der gesundheitliche Gedanke, d. h. seinen Körper optimal zu trainieren.
Brauche ich für die Ausübung dieser Sportart eine spezielle Ausrüstung?
Außer einem Taekwon-Do Anzug brauchen Sie keine weitere Bekleidung oder Ausrüstung.
Wie ist das mit der Selbstverteidigung?
Es ist polizeistatistisch erwiesen, dass Menschen mit einem sicheren und selbstbewussten Auftreten wesentlich weniger angegriffen werden als solche, die schon alleine durch ihre Körperhaltung und ihr Auftreten ein potentielles Opfer darstellen. Natürlich ist dies kein 100%iger Schutz und für diese Fälle ist der Trainingsaufbau so gestaltet, dass einfache Block-, Abwehr- und Verteidigungsübungen in jedem Training geübt werden. Mit diesen einfachen Techniken ist man relativ schnell in der Lage, einen Gegner abzuwehren.
Wie oft muss ich trainieren, damit mir Taekwon-Do etwas bringt?
2 Tage in der Woche wäre optimal. Wie Sie aus unserem Trainingsplan entnehmen können, bieten wir täglich mehrere Trainingsstunden und dies von Montag bis Sonntag.
Wie sieht denn in der Regel ein Training aus?
Der Unterricht wird generell auf die jeweilige Gruppe abgestimmt. Neben den Sportspezifischen Techniken, enthält eine Trainingsstunde einen großen Anteil an Gymnastik-, Koordinations- und Konzentrationsübungen, die vor allem die körperliche Fitness und die Gesundheit stärkt. Trainiert wird in der Gruppe, wobei jeder individuell sein Leistungsniveau bestimmen kann. Wenn Sie möchten, können Sie gerne mal zu einem unverbindlichen Probetraining vorbeikommen, dann lernen Sie auch gleich das Umfeld unserer Gruppe kennen. Sie werden feststellen, dass dies Leute sind wie Sie.
Wie ist das als Anfänger? Passe ich gleich in die Gruppe?
Während den ersten Trainingsstunden werden Sie durch einen Trainer persönlich betreut, der Ihnen die ersten Grundübungen beibringt. Nach ca. 3-5 Basiseinweisungen können Sie bereits in der Gruppe mittrainieren. Alle weiteren Aufbauübungen werden Ihnen mit der Zeit im Unterricht oder wie bei den Basiseinweisungen durch einen Trainer beigebracht.
Wie ist das im Taekwon-Do gibt es da nicht auch verschiedene Gürtel?
Das ist richtig. Der Anfänger beginnt als Weißgurt, dann folgt der Gelb-, Grün-, Blau-, Rot- und Schwarzgurt. Die Prüfungsanforderungen sind im Wesentlichen vom Alter und der Gürtelfarbe abhängig. Ein Jugendlicher wird selbstverständlich anders als ein Senior geprüft.
Wie ist das mit der Meditation. In der Regel wird doch bei solchen Sportarten meditiert?
Es gibt verschiedene Arten zu meditieren. Während wir uns im Unterricht voll auf die Übungen konzentrieren, verliert man relativ schnell andere negative Gedanken (Stress im Geschäft, Ärger in der Schule usw.). Das ist die Form wie im Taekwon-Do meditiert wird.
In was für einem Zeitraum ist es möglich Schwarzgurt zu werden?
Grundsätzlich kann jeder, der regelmäßig trainiert nach einer gewissen Zeit die Prüfung zum Schwarzgurt ablegen. Wann und wie lange Sie dazu brauchen ist im Wesentlichen vom persönlichen Einsatz abhängig. Es gibt Leute die können innerhalb von 3-4 Jahren die Prüfung zum Schwarzgurt ablegen, andere wiederum brauchen 5-6 Jahre und dann gibt es auch Leute die schaffen es gar nicht, weil sie vorher aufgehört haben.
Fördert diese Sportart nicht noch mehr die Aggressivität?
Ganz klar Nein. Aggressivität entsteht in vielen fällen mangels Selbstbewusstsein und innerer Unausgeglichenheit. Leute, welche in unserer Schule trainieren sind nach einer gewissen Zeit ausgeglichener und selbstbewusster, sie haben nicht das Verlangen ihr können an Unterlegenen auszuprobieren. Insbesondere Kinder und Jugendliche lernen im Training zu gehorchen und Rücksicht auf andere zu nehmen. Sie lernen sich zu beherrschen, und dass Taekwon-Do wirklich nur im Ernstfall gebraucht werden darf. Des Weiteren ist es auch so, dass nicht jeder in unserer Schule genommen wird. Diejenigen welche den Eindruck erwecken, dass sie Taekwon-Do für Schlägereien oder dergleichen ausnützen wollen haben keinen Zutritt zu unserer Schule. Seit 1988 betreibe ich das Taekwon-Do-Center Dreiländereck und noch nie hat es sich ergeben, dass ein sogenanntes "Schwarzes Schaf" bei uns trainiert hat.
Als ich 1988 das Taekwon-Do-Center Dreiländereck gegründet habe, war mein oberster Grundsatz keine Schläger oder dergleichen auszubilden!
Diesen Grundsatz habe ich bis heute nicht aus den Augen verloren. Die Kontinuität und der Erfolg meiner Sportschule können dies nur bestätigen.
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