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Taekwon-Do aus Sicht eines Schülers:

Name:    Katharina Seider
Geboren:    1982
Mitglied:    seit Juli 1999


Warum habe ich mit Taekwon-Do angefangen ?

Weil ich als kleines Kind manchmal mit meinem Vater und meinem Bruder ins Training durfte und mich die hohen Kicks begeistert haben. Zuhause habe ich dann heimlich geübt. Damals war ich aber noch zu klein für das dort praktizierte Vollkontaktsystem und der Trainer meinte, ich solle wieder kommen wenn ich 16 bin. Ich habe mir aufs sehnlichste gewünscht älter zu werden, damit ich endlich auch trainieren darf. Seltsamerweise war ich wirklich 16, als ich mich mit einer Freundin auf die Suche nach einer guten Taekwon-Do-Schule gemacht habe. So bin ich kurz danach im Taekwon-Do Center Dreiländereck gelandet. Die Schule hat mir auf Anhieb zugesagt und dass man nicht auf zwei oder drei fixe Unterrichtstage in der Woche angewiesen ist war ein zusätzliches Plus.

Was begeistert mich ?

Mich begeistert die Bewegung, die Schnelligkeit, die Kraft, die man lernt zu mobilisieren, die Gedanken, die durch die Bewegung kontrolliert werden können und das Zusammenspiel von Körper und Geist allgemein. Oft hindert die psychische Verfassung die Mobilität des Körpers (oder andersrum), aber das lässt sich austrainieren und immer besser beherrschen. Irgendwann ist es egal, wie man gelaunt ist oder wie fit man sich fühlt. Wenn man den Dojang betritt, spielt das alles keine Rolle mehr. Dann ist man eins mit seinem Leben und gibt sein Bestes. Und das kann man immer geben, auch wenn man denkt es geht nicht mehr. Ich habe sehr viel über mich selbst gelernt und bin viel wachsamer geworden was mich und meinen Körper angeht. Auch dass man über seine Grenzen hinaus wachsen kann war eine wichtige Erkenntnis. Durch das Training bin ich auch im Leben gewachsen.

In einem Satz noch das, worüber ich noch stundenlang schreiben könnte: Man lernt durchzuhalten, an etwas konsequent zu arbeiten, Ziele zu verfolgen, durch Niederlagen zu wachsen, andere zu motivieren und wichtig zu sein…und das hört nicht auf, wenn man den Dojang wieder verlässt…

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