Warum habe ich mit Taekwon-Do angefangen ?
Weil ich als kleines Kind manchmal mit meinem Vater und
meinem Bruder ins Training durfte und mich die hohen Kicks
begeistert haben. Zuhause habe ich dann heimlich geübt.
Damals war ich aber noch zu klein für das dort praktizierte
Vollkontaktsystem und der Trainer meinte, ich solle wieder
kommen wenn ich 16 bin. Ich habe mir aufs sehnlichste
gewünscht älter zu werden, damit ich endlich auch
trainieren darf. Seltsamerweise war ich wirklich 16, als
ich mich mit einer Freundin auf die Suche nach einer guten
Taekwon-Do-Schule gemacht habe. So bin ich kurz danach im
Taekwon-Do Center Dreiländereck gelandet. Die Schule hat
mir auf Anhieb zugesagt und dass man nicht auf zwei oder
drei fixe Unterrichtstage in der Woche angewiesen ist war
ein zusätzliches Plus.
Was begeistert mich ?
Mich begeistert die Bewegung, die Schnelligkeit, die Kraft, die man lernt zu mobilisieren, die Gedanken, die durch die Bewegung kontrolliert werden können und das Zusammenspiel
von Körper und Geist allgemein. Oft hindert die psychische
Verfassung die Mobilität des Körpers (oder andersrum), aber
das lässt sich austrainieren und immer besser beherrschen.
Irgendwann ist es egal, wie man gelaunt ist oder wie fit
man sich fühlt. Wenn man den Dojang betritt, spielt das
alles keine Rolle mehr. Dann ist man eins mit seinem Leben
und gibt sein Bestes. Und das kann man immer geben, auch
wenn man denkt es geht nicht mehr. Ich habe sehr viel über
mich selbst gelernt und bin viel wachsamer geworden was
mich und meinen Körper angeht. Auch dass man über seine
Grenzen hinaus wachsen kann war eine wichtige Erkenntnis.
Durch das Training bin ich auch im Leben gewachsen.
In einem Satz noch das, worüber ich noch stundenlang
schreiben könnte: Man lernt durchzuhalten, an etwas
konsequent zu arbeiten, Ziele zu verfolgen, durch
Niederlagen zu wachsen, andere zu motivieren und wichtig zu
sein…und das hört nicht auf, wenn man den Dojang wieder
verlässt…
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